Bei so unverschämten Glück wie wir es in Singapur erlebten, überlassen wir es jetzt euch uns zu glauben oder nicht: (selbst wir tun es noch nicht so richtig)
Bei Anflug mit satter Verspätung (dass das Flugzeugnavi kaputt war fiel auf der Startbahn auf) dachten wir beide noch an ein ganz normales couchsurfing wie es vorher per Mail abgemacht war. Wir sollten mit wenig Platz auskommen und nicht zu wählerisch sein, schrieb Juner, unser Host. Er schrieb nicht, dass er im wohl besten und nebenbei höchsten Wohnhaus Singapurs (7500 $ Monatsmiete) allein lebt und wir aus dem 16. Stock eine Panoramaaussicht auf ganz Marina Bay hatten. Der Pool war sogar inklusive und wir beide lebten somit drei Tage umsonst iin einer uns nie finanzierbaren Welt zusammen mit Managern und Millionärssöhnen.
Vier Tage Singapur reichen bei weitem nicht, um alle Highlights dieser wirklich absolut faszinierenden Stadt sehen zu können. Wir haben uns auf das Marina bay viertel, Chinatown und Little India, den Zoo und den botanischen Garten beschränkt.
Blick auf Marina Bay aus der Aussichtsetage unserer Unterkunft. Links der Singapore Flyer hinter dem Museum, das große Gebäude ist Singapurs bestes Hotel
Die Gardens by the Bay. Vor 50 Jahren wurde in Singapur beschlossen den Einwohnern die Natur näher zu bringen, und somit ist Singapur eine der grünsten Städte in der wir je waren!
Wieder die Gärten, im Hintergrund das Riesenrad. Die nachgebauten Mammutbäume werden nachts in einer spektakulären Lichtshow angestrahlt.
In einem der Gewächshäuser wird der tropische Regenwald simuliert
Hier noch mal Marina Bay von der anderen Seite. Das Haus mit dem abgeschrägten Dach nahe des rechten Bildrands... Da haben wir gewohnt!
In Chinatown und Little India kann man ein traditionelleres Singapur erleben
Der zur Wohnung gehörige Pool.. Klar das wir da jeden Abend rein mussten! Um einen herum nur riesige, erleuchtete Wolkenkratzer
Christian und Max im Singapore Zoo
Die Eindrücke der Stadt in einem Bild zusammengefasst... Jeden Abend um 8 gab es hier eine Show!
Die Fotos geben einen guten Eindruck von der Stadt, aber trotzdem kann man ihr mit Bildern eigentlich nicht gerecht werden.
In Singapur ist in selbst von deutschen Maßstäben weit entfernter Art und Weise alles geregelt. Aber wirklich alles! Millionen Warnschilder überall, gleich mit den Strafen die man auferlegt bekommt wenn man diese missachtet, sind da noch die weniger ungewöhnlichen Dinge. In Singapur funktioniert gefühlt auch alles. Kein Zug, kein Bus hätte hier jemals Verspätung zumindest bekommt man das Gefühl, und Verbrechen und Armut spielen sich vielleicht anderswo auf der Welt ab, aber nicht hier! Nicht in Singapur, denn hier funktioniert alles!
Funktionieren tun hier auch die Menschen. Und es könnte einen das Gefühl einholen, dass in dieser Stadt auch nichts hinterfragt wird, wenn man morgen schon um 7 Uhr Millionen Menschen zur Arbeit strömen sieht. In den Fernsehern an den Haltestellen läuft derweil Werbung für das staatlich geförderte Speed-Dating... Kein Witz, denn schließlich gehört zu einer gut funktionierenden Gesellschaft und Wirtschaft auch, dass es immer ausreichend Nachwuchs gibt, der schnell durch die Schulen die Uni hinein ins Arbeitsleben gebracht werden kann. Singles sind hier nicht gerne gesehen.
Nach dem Speed-Dating Spot läuft ein kurzer Film darüber, wie man ein glücklicheres Leben führt. Er ist wunderbar aufgemacht mit den schönsten Bildern und ich hätte auch alle Aussagen des Films unterschreiben können: complain less but compliment more. Spend time with your family. Have conversations in real life - not only via your smartphone. Relax after your work is done .... Etc.
Eigentlich ja eine wunderbare Idee, aber dennoch irgendwie befremdlich. Muss man solche Ratschläge über einen Bildschirme an der U-Bahn Haltestelle laufen lassen?
Singapurianer beschweren sich wohl auch so erzählte man uns oft. Das sei aber gut denn so könnte die Stadt immer besser und immer mehr ein toller Ort zum Leben werden. Zum Beispiel beschwerten sich zu viele Leute darüber, dass die Bahnen zu voll seien. Die Regierung lässt darauf hin 75 Bahnen bauen und einsetzen, natürlich aber nicht ohne in einer groß angelegten Kampagne mit Plakaten die Bevölkerung davon wissen zu lassen.
Jüngst wurden viele Stimmen laut, es gebe in der Stadt zu viele Ausländer, die den Einheimischen die Arbeit wegnähmen. Reagiert wurde mit deutlich erschwerten Bedingungen für internationale Firmen die internationale Menschen einstellen möchten.
Dies soll keinesfalls eine Kritik sein. Uns beiden gefiel die Stadt unheimlich gut und hat uns beeindruckt wie nie eine Stadt zuvor! Der Text soll lediglich Einblick geben in die andere Lebens- und Denkweise der Menschen hier. Und vielleicht liefert er die Erklärung warum wir beide im Laufe des Aufenthalts ein wenig vorsichtiger mit der Einschätzung des ersten Tages wurden: "hier könnte ich wirklich mein Leben verbringen"
Das nächste mal hört ihr übrigens von uns wenn wir es endlich irgendwie geschafft haben aus Darwin (Australien) wegzukommen ;)













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