Donnerstag, 7. November 2013

Von Rainbow Beach über Noosa nach Brisbane

Nachdem wir uns schweren Herzens von den meisten in Rainbow Beach verabschiedet hatte ging es im Auto weiter nach Noosa. Mit uns gekommen ist nur Marie aus Norwegen, die auch nach Noosa weiterreist und wir sie deswegen mitnehmen.

Noosa ist eigentlich ein sehr ruhiges, beschauliches Örtchen an der Ostküste. Just an diesem Wochenende scheint sich aber halb Australien anlässlich eines Triathlons hier aufzuhalten. Das stellt uns erst mal vor einige Probleme bezüglich der Parkplatz Suche für die Nacht.. Für den Moment soll uns das nicht weiter stören und wir gehen Richtung einer Bucht um unser Abendessen zu genießen (bis die Sandflies einfielen)


Hier wird übrigens schon weihnachtlich geschmückt:

Abends gibt es am Strand ein kleines Feuerwerk zu sehen. Hier lernen wir Eloïse aus Frankreich kennen. Sie lebt und arbeitet seit einigen Jahren in Australien und möchte uns am nächsten Tag auf eine Wanderung durch den der Stadt anliegenden Nationalpark begleiten:

Mittagspause

Diese Vogelart attackiert übrigens vornehmlich Menschen, warum die Fahrradfahrer hier recht lustige lange Stäbe auf ihren Helmen tragen (wer nach einer Australienreise noch irgendwelche romantischen Assoziationen mit diesen Tieren hat, bei dem stimmt wohl was nicht)



Die Wanderung endet auf einem Lookout mit Sicht über ganz Noosa.

Die erste Nacht war sicher am sogenannten Sunrise Beach (Sonnenuntergang wurde tatsächlich um 5 Uhr beobachtet) verbracht worden, also wollen wir abends für die nächste Nacht wieder dorthin. "Leider" verpassen wir die Bushaltestelle, was aber dazu führen sollte mal wieder ein unglaubliches Beispiel der australischen Gastfreundschaft kennenzulernen: Wir steigen also eine Haltestelle zu spät aus und müssen am Strand zurück laufen mitten hindurch durch die teuersten Villen mit Meerblick. Wir wollen ein Ehepaar welches an der Straße steht eigentlich nur kurz nach dem Weg fragen und verquatschen uns mal wieder. Das ganze endet damit, dass der Mann uns eine Flasche gekühlten, äußerst guten australischen Weißwein zum Abendbrot schenkt und wir von der Frau eine kleine Hausführung bekommen. (Zwischenzeitlich hieß es sogar wir sollten doch einfach in ihrer Küche unser Mahl zubereiten) Den ganzen Rückweg freuen wir uns noch über solche Freundlichkeit! Kaum im Park beim Auto angekommen gibt's noch frisch gebratenen Fisch von anderen Australiern, die zuviel gekauft haben, oben drauf! 

Am nächsten Tag geht es dann morgens nach Brisbane weiter: 


Blick von der Victoria Bridge

Eloïse, die wir in Noosa kennengelernt haben lebt übrigens glücklicherweise in Brisbane, sodass sie uns eingeladen hat bei ihr zu übernachten. Abends machen wir (nachdem wir bei ihr Pizza gegessen haben) noch eine Bootstour durch das nächtliche Brisbane

















Sonntag, 3. November 2013

Fraser Island

Auf diesen Stop haben wir uns schon vorher sehr gefreut, denn Fraser Island war bei jedem, den wir nach den Australien Highlights gefragt haben unter den Top 3! Mit großen Erwartungen ging es also wieder 2 Tage auf den Highway.  Auf dem längeren Weg bis "kurz" vor Brisbane haben wir halt in den Zwillingsstädten Agnes Water und Town of Seventeen Seventy, kleine versteckte Dörfer direkt an einer großen Bucht. Dies ist der nördlichste Surfingspot Australiens.
Für Fraser Island (die größte Sandinsel weltweit) haben wir eine Jeeptour gebucht. Mit vier Autos, einem etwas besonderen Tourguide, einer Essensration pro Auto für die drei Tage und 6 wildfremden Mitfahrern haben wir drei Tage alle Highlights der Insel gesehen, krasse offroadstrecken inklusive! Mit unserer Gruppe hatten wir ziemliches Glück! Wir (eine Norwegerin, ein Engländer, ein Kanadier und drei Deutsche) haben uns sofort super verstanden. So gut, dass wir fast alle noch einen Tag länger in rainbow verbracht haben inklusive Strand, BBQ und "Halloween Party" im Hostel.

Town of 1770

Die Hippie-Kultur lebt!

Eine riesige Sanddüne in Rainbow Beach, dem Ort von wo es in 2 Tagen nach Fraser Island gehen soll. Wir treffen schon viele Leute die mit uns fahren werden




Es geht los. Die Fähre nach Frasers. Hier kann man gut die Jeeps erkennen mit denen wir die nächsten Tage unterwegs sein werden.



Max unternimmt den ersten Versuch. Im Hintergrund Dillon aus Kanada und Brady aus England.


Der erste (notgedrungene) Stopp. Der Reifen des ersten Autos hat die Durchquerung eines kleinen Flusses nicht überlebt und muss gewechselt werden.


Der erste (planmäßige) Stopp. Ein glasklarer See am Fuß einer Düne.


Am Strand gibt es ein altes Schiffswrack zu bestaunen.
Nachdem die erste Nacht im Camp überstanden ist geht es am nächsten Morgen weiter. 


Der erste Halt ist bei den sogenannten Champagne Pools, wo die Brandung des Meeres die Schwimmbecken zum blubbern bringt... Daher der Name


Hier unsere komplette Truppe und Familie mit der wir im Jeep waren und unter denen wir die Essensvorräte aufzuteilen hatten. 


Die Fahrt geht weiter zu den Indian Heads, der Spitze der Insel mit einem unglaublichen Ausblick!

Eins der Highlights war der Eli Creek, ein glasklarer Bach, in dessen Quelle man nur einsteigen musste um sich entspannt ein paar hundet Meter treiben zu lassen! Das Wasser war übrigens trinkbar und sau lecker!
Am letzten Tag ging's noch zum Regenwasserdepot lake McKenzie über einen Inland Pfad auf dem eigentlich niemand jemals fahren würde. 

Was auf jeden Fall mehr als deutlich wurde ist, das schönste Naturparadies ist das eine, aber die Meschen die man trifft und mit denen man sich unglaublich gut versteht sodass der Abschied schwerfällt überwiegen alles!



Ach ja eins hätte ich ja fast vergessen. Das wunderschöne Foto von mir da oben im Auto wurde nur für den Blog von mir genehmigt, wenn ich ein anderes Foto meiner Wahl hier einfügen darf... Die Entscheidung war hart aber ich habe mich für folgendes entschieden:

(Für Corni!)

Bis dann! 












Samstag, 26. Oktober 2013

Great Barrier Reef und die Whitsunday's

Hier erst noch mal ein nachträgliches Bild zum letzten Beitrag um unsere Route besser nachvollziehen zu können.


Nachdem wir in Port Douglas für eine Weile am Strand waren und die Kraft der australischen Sonne zum ersten Mal richtig zu spüren bekommen haben, ging es in Richtung Süden. Vor Cairns liegen einige wunderbare einsame Strände. Hier steigt der tropische Regenwald ab bis auf Meeresspiegel um direkt in lange Sandstrände zu münden.

Für Cairns war der Plan eine Bootstour zum äußeren Teil des Great Barrier Reef zu machen. Nachdem wir sorgfältig recherchiert hatten und die Tricks der Reisebüros kennenlernten entschieden wir uns für ein kleines Familienunternehmen. Rückblickend die beste Entscheidung die wir machen konnten. Am Morgen des 18.10. ging es mit 30 Leuten los. 

Unsere Erwartungen waren groß, aber mit dem was wir nach der knapp zweistündigen Fahrt zu sehen bekamen hatte niemand von uns rechnen können! Unter Wasser bietet sich uns ein glasklares Bild von dem was zu Recht als eines der heutigen Weltwunder bezeichnet wird. Bunte uralte Korallenriffe unterschiedlichste Art und Weise und Tausende nie zuvor gesehene Fische in direkter Nähe zu einem selbst. Sogar eine Schildkröte und einen "kleinen" ungefährlichen Riffhai gab es zu sehen. Die Zeit verging wie im Flug und wir kommen gegen 17 Uhr zurück in Cairns an. Wer einmal in Australien ist muss das einfach gesehen haben!





Die restlichen Tage haben wir an der Salzwasserlagune verbracht. Eigentlich sollte es dann am Mittag des 20.10. weitergehen aber kurz vor Abfahrt beim Essen lernten wir eine super nette australische Familie kennen. Wir verquatschten uns so mit den 5 (die zwei Töchter waren ungefähr in unserem Alter) , dass wir erst viel zu spät loskamen. Aber das ist auch das schöne an so einer Reise, dass nämlich geplante Zeiten ihre Wichtigkeit verlieren! Dafür wurden wir nach einem Email-Austauch sogar von der Familie zu sich nach Hause in die Nähe von Sydney eingeladen.

Weiter ging es dann nach Airlie Beach mit einigen kleinen Zwischenstopps.

Hier wird vor sogenannten Cassowarys gewarnt. Diese extrem seltenen mannsgroßen (!) Vögel gibt es nur im Norden Queensland. Sie haben ein großes Horn auf dem Kopf, ein ziemlich lustig aussehendes buntes Federkleid und können besonders zur Brutzeit extrem gefährlich sein. Sollte man einem begegnen empfiehlt der Reiseführer möglichst schnell etwas stabiles zwischen sich und das Tier zu bringen - vorzugsweise einen Baum.

Mal wieder anders als geplant wagen wir uns ab vom Highway um das Umland zu erkunden...

...und landen beim Big Crystal Creek. Offenbar ein australischer Wochenend-Geheimtipp. Touris gibt es hier jedenfalls (abgesehen von uns) keine.
Danach geht es 18km steil bergauf auf einer extrem schmalen kurvigen Straße ins winzige Bergdorf Paluma. Ziemlich anstrengend für unseren kleinen Falken, aber er hat es verkraftet und uns mittlerweile wieder verziehen (ja, ich rede von unserem Auto).





Nach ein paar weiteren Hundert Kilometern kommen wir an in Airlie Beach:



Von hier aus starten alle Touren zu den vorgelagerten über 70 Whitsunday Islands. Mit einem Last-Minute Schnapper machen wir auch so eine Tagestour mit einem echt ziemlich schnellen Boot (könnt Christian nochmal fragen WIE schnell das war)




So erreicht man auch Whitehaven Beach, einen der schönsten Strände weltweit.



Auf dem Weg zurück vom Lookout begegnet uns folgende interessante Kreatur:



Ach ja, eins noch: etwas außerhalb Airlie Beachs haben wir einfach den besten kostenlosen Stellplatz gefunden den man sich vorstellen kann! Warum 5 Sterne, wenn man Millionen haben kann? ;)


Also auf bald, bis Wiedersehen!













Freitag, 18. Oktober 2013

Von Darwin nach Cairns - eine Woche Outback

Mit dem gerade gekauften Auto wollten wir nun möglichst schnell an die Küste. Auf dem 3500km langen Weg gab es nur am Anfang und am Ende abwechslungsreiche Dinge zu sehen. Dazwischen fuhr man tagelang mitten durchs Outback. So stellt man sich Australien vor.
 
Das Auto voll beladen mit Nahrung für eine Woche, 40 Liter Wasser in Kanistern und 20 Liter Notfall-Benzin geht es los! Der erste Zwischenstopp war der beliebte Kakadu Nationalpark bei Darwin: hier wimmelt es nur so von exotischen Vögeln, Salzwasserkrokodilen und anderen Reptilien. Gesehen haben wir Papagienrudel, gehört morgendlichen Kakadugesang und gehasst die nächtlichen Attacken Tausender Mücken. Sehr interessant waren die Wandmalereien der Aborigines. Kaum vorstellbar dass hier so viele Tiere leben, denn die Wüstenlandschaft und die tagsüber fast unerträgliche Hitze hätte zumindest uns fast umgebracht. Apropos Hitze.. Unser Auto ist natürlich nicht klimatisiert! Na ja, das spart Sprit und außerdem muss man durch das ganze Schwitzen auch bei 5 Litern Wasserzufuhr täglich gar nicht mehr auf Klo! Total praktisch, oder?

Die kommenden paar Tage bis zur Küste sind wir mehr oder weniger durchgängig gefahren. Abends dann immer die aufregende Suche nach einem Stellplatz für die Nacht, mal am Highway hinter einem Busch, mal hinter einer Landebahn eines Flughafens und mal im Vorgärten von Einheimischen die uns am Abend vorher noch zu Bier und Cocktails eingeladen haben. 
Der Kurztrip durch die Wüste hat sich für uns auf jeden Fall gelohnt! Unzählige Kängurus; Roadtrains (bis 50m lange Lastwagen), die wenn der Highway mal wieder einspurig wird nur ungerne ausweichen; Buschfeuer am Straßenrand und Musik und "Vorlesungen" aus einem Buch haben trotz der öden Wüstenlandschaft keine Langeweile Aufkommen lassen!

Wahrscheinlich haben wir beide auch zum ersten Mal begriffen, was eigentlich wirklich immer mit diesem Spruch "der Weg ist das Ziel" gemeint sein soll!


Achtung Kängurus! Und diese Warnung muss man wirklich ernst nehmen! Hunderte Tote Kängurus haben wir gesehen und 2 mal haarscharf selber eines mitgenommen...



Man fährt gerade mitten auf dem Highway und auf einmal hat man eine riesige Herde Kühe neben und vor allem auch auf der Straße..

Einer der erwähnten gefährlich langen Roadtrains.

So sieht eine Nacht im Outback aus...

Spricht für sich ...



Papageien, Pelikane und Hunderte nie zuvor gesehene Tiere gibt es hier im Kakadu Park



Nachts schläft man direkt neben den Kängurus! :)

Als wir der Küste näher kommen ändert sich die Landschaft auf einmal dramatisch! Auch wird nicht mehr vor Kängurus gewarnt, sondern vor dieser Spezies hier:



Wir machen eine Stopp bei den Milaa Milaa Falls und schwimmen unter einem Wasserfall


Im Daintree Nationalpark unternehmen wir eine Wanderung.. Wir sind tatsächlich mitten im Regenwald!




Endlich dann: die Küste! Und ja, wir sind ganz schön weit weg von der Heimat...


Letztlich kommen wir an in Cairns, wo wir jetzt gerade auch noch sind! Darüber gibt's dann beim nächsten Mal was zu lesen! Bis dahin,

Christian & Max