Mittwoch, 19. Februar 2014

Strand mit Alpenblick

Die nächste Reiseetappe startet in der wohl entlegensten Hauptstadt der Welt, in Wellington. "Windy Wellington" ist sehr kompakt zwischen mehrere Berge gebaut und wirkt auf den ersten Blick eher wie eine sympathische Hafenstadt.


Hier besuchen wir das berühmte Te Papa Nationalmuseum und genießen die vielen Aussichtspunkte


Von Wellington legt die Fähre nach Picton ab, hiermit startet unsere Tour auf der Südinsel! Wir fahren bei Paulina und Tobi (die wir aus Australien kennen) im Auto mit und sind somit für die nächste Zeit zu viert. 


Zusammen werden wir die Insel nun für gute drei Wochen gegen den Uhrzeigersinn umrunden. Die flächenmässig größere Südinsel ist nur sehr dünn besiedelt und gilt als "das Naturparadies mit einer Mischung aus der Karibik, Irland und der Schweiz". Und diesen Ruf trägt sie zurecht!

Das erste Stück Südinsel von der Fähre aus


Die Küstenstraße hoch zum nördlichsten Zipfel der Südinsel

In dieser umgebauten Scheune in der Nähe der Stadt Nelson haben unsere beiden Travelmates eine Unterkunft organisiert. Es ist so schön urig hier, dass wir beim prasselnden Feuer fast beschlossen hätten einfach noch länger dort zu bleiben. Allerdings zieht es uns dann doch am nächsten Tag weiter zum Abel Tasman Nationalpark (Herr Tasman war ein holländischer Seefahrer, nachdem hier quasi alles benannt ist). Nachdem die Taschen mit den roten Pflaumen aus dem Garten gefüllt sind, geht es also weiter!

Wir lassen uns mit einem Wassertaxi in die Mitte des Parks bringen und unternehmen dann eine 3 stündige Wanderung zurück zum Startpunkt

Die Strände hier erinnern uns fast an die Whitsunday Islands an Australiens Ostküste

Weiter nördlich übernachten wir dann am Farewell Spit, in der Nähe eines abgelegenen, einsamen Strandes, den wir abends noch besuchen:




Der nächste nennenswerte Stop ist dann etwas weiter im Landesinneren. Gar nicht so geplant, übernachten wir am Lake Rotoroa und genießen für ein paar Mahlzeiten (und auch dazwischen) die Sicht auf einen glasklaren See, hinter dem sich steile Berge erheben:



Auf der Weiterfahrt weiß man bald nicht mehr wo man überall anhalten soll, so schön wird die Landschaft überall



Wir sind inzwischen so weit südlich, dass wir uns in der Region der Southern Alps bewegen. Hier passiert es uns zum ersten Mal in unserem Leben, dass man an ein und dem selben Ort in der einen Richtung das folgende Bild ..


.. sieht und nach einer 90 Grad Drehung dann jenen Anblick ..


.. genießen darf. Eben Strand mit Blick auf die schneebedeckten Alpen.. Eben Neuseeland!




In den Southern Alps gibt es sogar zwei große Gletscher, von welchen wir am Tag darauf den 'Franz Josef Glacier' besichtigen:



Als wir dann dachten, dass uns eigentlich keine Landschaft noch mehr beeindrucken könnte, kommen wir abends bei Sonnenuntergang an folgendem Punkt vorbei:

Hier sieht man auch noch einmal den anderen, sogenannten Fox Gletscher


Das im Vordergrund ist übrigens das Auto mit dem wir uns derzeit fortbewegen

(Nur kurz der Beweis dass wir auch tatsächlich selber da waren!)


Wir enden kommentarlos mit dem folgenden Bild und melden uns das nächste Mal mit weiteren Highlights der Südinsel 



























Sonntag, 9. Februar 2014

Von Bergen, Seen, Feuern und Robben

Am 29.1. verlassen wir Taupo, um nach Wellington aufzubrechen, wo am 4.2. die Fähre auf die Südinsel geht. Auf dem Weg dorthin legen wir noch einige Stopps ein.

Etwas nördlich von Taupo sieht man auf beeindruckende Art und Weise wie aktiv die Erde hier ist. Überall brodelt und dampft es aus kleinen und großen Kratern.

Agapanthos (für die Gartenfreunde) wachsen hier in Neuseeland übrigens überall (!) und werden mannshoch mit Blüten so groß wie Fußbällen

Erster Stopp ist dann die Stadt New Plymouth an der Westküste. Hier kann man den sogenannten 'Coastal Walkway' unternehmen, bei dem man eine gute Sicht auf den Mount Taranaki hat, der im Hintergrund der Stadt trohnt


Am nächsten Tag fahren wir nachmittags noch einmal in den Nationalpark um eine kleine Wanderung zu machen, bei der man eine noch bessere Sicht auf den Berg hat


Den Summit-Track (10-11 Stunden) schenken wir uns dann aber doch..

Abends kommen wir auf einem wirklich schönen Campingplatz am Meer an. In der Nacht zeigt Neuseelands Wind allerdings mal was er so kann, sodass sich das Schlafen als schwierig erweisen sollte. "A little windy" nennen die Neuseeländer das im Radio.


Am nächsten Tag machen wir auf Weg nach Wellington einen kleinen Umweg, um die wirklich abenteuerliche, enge und mit neuseeländischen Geisterfahrern übersäte Strasse am Whanganui- River entlangzufahren. 


Abends landen wir in der Nähe des Cape Palliser, dem südlichsten Punkt der Nordinsel auf einem Campingplatz an einem großen See. Ein paar Kiwis haben ein Feuer gemacht und wir setzen uns dazu. Bei einem sehr interessanten Gespräch erfahren wir etwas mehr über das Land und die kritischen Seiten, von denen man als Tourist sonst wenig mitbekommt. Stichwort Umweltbewusstsein etc.

Wir bleiben noch länger am warmen Feuer sitzen.
Am nächsten Tag dann geht es weiter bis zum Cape. Hier gibt es neben einem spektakulären Leuchtturm auch noch Hunderte von Robben am Strand zu sehen. Fasziniert bleiben wir fast eine Stunde sitzen und beobachten die Robben(-Familien) bei ihrem ziemlich entspannten Alltag!


Der Leuchtturm mit steilem Aufstieg




Nachdem wir einige Zeit so dasaßen fahren wir die Straße zurück!


So weit, so entspannt, so gut - Bis zum nächsten Mal!







 


Montag, 27. Januar 2014

Great Lake Taupo

Am Ende der Woche, in der wir die Northlands bereist haben, kommen wir abends bei Raelene und Charles an, die in der Nähe vom Lake Taupo leben. Raelene ist eine ehemalige Arbeitskollegin von Anette (bei der wir Weihnachten verbracht haben) und Charles ihr Ehemann. Wir haben das unglaubliche Glück die kommenden Wochen bei den beiden wohnen zu können und von dort aus mit Tages- und Mehrtagesausflügen den Rest der Nordinsel in allen Himmelsrichtungen zu bereisen.

Jeder von uns hat seine eigene 'cabin' mit eigenem Bad und eigener Küche! Der pure Luxus!

Als Gegenleistung helfen wir den beiden lediglich ein wenig in dem wunderbaren Garten.

Der wohl schönste Ausflug war der zum Tongariro-Nationalpark auf der anderen Seite des Lake Taupo, wo das Alpine-crossing, eine wirklich fordernde 8-stündige Wanderung anstand. Der Track führt vorbei an Schwefelgruben, Vulkanseen (und über) drei bis auf dampfende Erdlöcher inaktive Vulkane, von denen der mittlere auch als Schicksalsberg aus dem Herr der Ringe bekannt sein dürfte. Hier hinauf war natürlich ein Muss!

Früh morgens bei Sonnenaufgang geht es also mit dem Auto los zum Startpubkt der Wanderung. Schon auf dem Weg dorthin bieten sich beeindruckend schöne Bilder der alpinen Landschaft:


Der Start

Nach guten 2 Stunden ist man dann an dem Teil angelangt wo man sich entscheiden muss den Schicksalsberg zu besteigen oder nicht... 

Der Aufstieg dauert weitere 2 Stunden und entpuppte sich als echte Herausforderung




Oben angekommen entschädigt der Ausblick aber jede Anstrengung!

Man blickt auf die Vulkanseen die man später noch passieren wird bis hin zum Lake Taupo!


Auf der anderen Seite blickt man in den Vulkankrater


Nach dem bei weitem nicht so beschwerlichen "Ab-Rutsch" geht es weiter an vielen großen Schwefel-Seen vorbei




Außerdem hat man die Möglichkeit noch einmal ungläubig auf den Berg zurück zu schauen, den man tatsächlich bestiegen hat:







Da Taupo als Hauptstadt des Fallschirmsprungs bezeichnet wird (über 30000 Tandem-Sprünge mit Touristen  pro Jahr), haben wir uns an einem schönen Morgen beim Frühstück überlegt: DAS wollen wir auch! Also ging es noch am selben Tag mit einem pinken Flugzeug auf 15000 Fuss und mit einer Minute freiem Fall und 5 Minuten "Fallschirmsegeln" wieder zurück auf den Boden. Die Eindrücke dieses Erlebnisses lassen sich wirklich schwer in Worte fassen, aber zum Glück haben wir uns dabei sowohl fotografieren als auch filmen lassen!

Von unseren weiteren Erkundungstouren stammen auch die folgenden Bilder:










Nun habt ihr einen wirklich guten Eindruck von der Vielfalt dieses Landes erhalten! Wir melden uns das nächste Mal vermutlich von der Südinsel!